8/31/2009

kurze Unterbrechung des Reiseberichts für eine wichtige Durchsage!!!

Mal ein geistiger Erguss infolger einer Studienarbeit, der nun veröffentlicht wird.

Die Fragestellung:

Werbung bietet selten ein neutrales Abbild der Realität, sondern versucht eine Marke, ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Anliegen möglichst positiv ins Licht zu rücken. Speziell im Bereich der Lebensmittel-, der Automobil- und der Mode-Werbung ist die Diskrepanz zwischen Schein und Sein auffallend hoch: versucht man mit allen technischen Tricks, das reale Produkt aufzupeppen. Wie weit darf dies gehen? Darf Werbung alle zur Verfügung stehenden Mittel ausnutzen – wohl wissend, dass sich das Endprodukt immer weiter vom realen Produkt entfernt? Darf Werbung etwas anpreisen, das es in Wirklichkeit nicht gibt? Sollte man den Korridor für mögliche „Retuschen“
reglementieren: wenn ja, wie? Oder besitzt Werbung einen Freibrief, weil ja eigentlich jeder wissen sollte, dass man sie sowieso nicht für bare Münze nehmen kann?
Ihre Meinung hierzu würde mich interessieren. Bitte erläutern Sie Ihren Standpunkt auf 1-2 DINA4-Seiten.
Begründen Sie Ihren Standpunkt möglichst durch Darlegung von Fakten, Beispielen und/oder Studienergebnissen.

Standpunkt:
Die Frage die sich aufgrund der Fragestellung grundsätzlich zuerst stellt, ist die was Realität wirklich ist? In der Fragestellung wird suggeriert, dass es eine Realität wirklich geben würde. Realität kann man im Zusammenhang mit Objektivität sehen. Objektivität gibt es nur auf der Ebene, auf der wir uns, auf eine Schnittmenge unserer subjektiven Empfindungen und Beobachtungen einigen können. Da diese Schnittmenge aber nicht gänzlich die Empfindungen eines Individuums reflektieren kann, kann es auch keine wirkliche Realität geben. Ein neutrales Bild der Realität gibt es somit auch nicht. Wenn man diesen Gedankengang auf die weitere Fragestellung anwendet kommt man zu der Hypothese, dass das Ziel einer Firma nicht sein wird, eine Realität zu erfinden, sondern eine Abbildung der eigenen Beobachtungen und Empfindungen aufzuzeigen. Wie lässt sich diese Aussage in den Kontext von Verkaufszahlen und Käuferverhalten einordnen? Der homo sapiens sapiens hat in seiner Evolution gelernt zwischen gut und schlecht zu unterscheiden. Das Gute wurde weitergeführt, das Schlechte liegen gelassen (weil meistens ein toter Artgenosse daneben lag). Somit hat sich eine Tradition entwickelt, die noch heute nachwirkt und Schlechtes weniger, dafür Gutes mehr bevorzugt. Das bedeutet, dass wir unterscheiden, auch wenn noch zu definieren wäre, was nun Gut und was Schlecht bedeutet. Dabei muss man wieder auf die ersten Zeilen zurückgehen und mittels der Schnittmengen arbeiten.
Durch welche Aktionen wird Käuferverhalten nun beeinflusst? Wie wir lernen konnten, sagt man, dass eine grosse Masse erreicht werden muss für optimale Absätze. Die Botschaften die gesendet werden, haben Einfluss auf jeden Einzelnen, aber auch auf die gesamt Gruppe der Menschen. Wenn wir nun Marketingstrategien wie mouth to mouth Propaganda ansehen, dann geht es darum Schnittmengen mit anderen auszutauschen. Nun entscheiden die Schnittmengen über den Kauf und nur selten die eigene Anschauung. Der sophistische Erdling entscheidet mehr über Nicht-Kauf anstelle von Kauf. Somit lässt sich resümieren, dass es den Verkäufern gelingen muss eine grosse Schnittmenge von positiven Ansichten für eine grosse Masse zu erstellen. Nun kommen wir zu den direkten Darstellungen, und da geht es um Wahrnehmungen. Da Wahrnehmungen im Gehirn entstehen und im Zusammenhang mit der persönlichen Geschichte entstehen, sind diese wiederum sehr individuell. Welche Farbe hat ein amerikanischer Schulbus? Ich sage orange. Und Sie sagen sicher gelb. Nun haben wir beide auf der einen Seite Recht und auf der anderen Seite Unrecht. Wir haben Recht, dass sich die Farbe im Spektrum der gelben Farbe befindet, aber Unrecht, da die Farbe genau als Schulbus-Gelb beschrieben wird. Das gleiche lässt sich nun auf Veränderungen oder „Retuschen“ beziehen. Ob nun lange oder kurze Haare, der Mensch bleibt trotzdem noch als Mensch erkennbar. Ganz krass formuliert retuschiere ich mich selbst jeden Tag mit der Kleidung, die ich trage. Da ich voraussichtlich nicht jeden Tag, die gleiche Kleidung trage, wird man jeden Tag ein neues Bild von mir erzeugen können. Will man sich ein subjektives objektives Bild von mir machen muss man tiefer gehen als die Äusserlichkeiten. Dies korreliert aber mit der natürlichen Ressource Zeit. Wir haben und nehmen uns nicht die Zeit um in die Tiefe zu schauen und somit kommt es schnell zu Täuschungen. Es liegt also nicht an dem, der das Bild entstehen lässt, sondern es liegt immer im Auge des Betrachters. Wenn ich die Dinge, die für mein Leben wichtig sein sollen nicht hinterfragen möchte, dann kann ich auch nicht erwarten ein gutes subjektives Bild davon zu zeichnen. Das Bewusstsein, dass diesen Erkenntnisprozess nicht jeden erreicht oder jeder verstehen kann, macht doch nur deutlich, dass wir Menschen besser erzogen werden müssen.
Wenn man eine Lüge auf die andere aufbaut, verliert man die Bezugsgrösse und somit auch die Möglichkeit unterscheiden zu können. In der Werbung ist alles erlaubt was wir erlauben, denn es liegt immer im Auge des Betrachters und seiner Historie. Verbraucherzentralen sind hier ein gutes Beispiel, wobei diese Erziehung schon von Kindheit an geschehen sollte. Der gemeine Kapitalist will das aber nicht, da er sein Interesse über das Interesse der Masse stellt. Deshalb wird jede Regierung und Institution, die vom Kapitalismus profitieren kann versuchen die Masse so zu instrumentalisieren, dass sie aufhört Dinge zu hinterfragen. Viva la revolucion!

8/13/2009

Reisebericht USA-Trip 2002 - Teil 2

In den nächsten Tagen und Woche wird in meinem Blog der Reisebericht meiner ersten Transatlantikreise mit meinem guten Freund Franz K. veröffentlich. Nach 7 Jahren sollte die Öffentlichkeit nun endlich die ganze Wahrheit erfahren.

Teil 2:
06.06 : Christian war der Erste, der in Frankfurt angekommen war und zwar gegen 5:12am, Franz erschien etwa eine Stunde später, gegen 6:12am. Nach unserem Zusammentreffen sind hingen wir eine Weile ab, haben Leute beschaut/bestaunt und sind durch den Airport gerannt!! Gegen 8:30am sind wir langsam zum Check - in gegangen und entledigten uns unseres Gepäcks! Dann noch mal kurz zu McDoof und als nächstes ging's schon fast los - also richtiger Check - In und vorbei an all den "high - technologies" und Sicherheitsbeamten!! Letztendlich fanden wir dann gegen 10.45am unsere Plätze im Flugzeug ( US Airways 893 - Airbus A 330 - 300)! Mit einer halben Stunde Verspätung sind wir dann kurz vor 12:00 pm abgehoben.Flug war recht angenehm mit TV, Musik und Essen! In Philly sind wir kurz nach 2:15pm Ortszeut gelandet und mussten uns durch den Flughafen, Zoll und Baggage Claim kämpfen um dann wieder durchgecheckt zu werden! Das hat alles so viel Zeit benötigt, dass wir etwa 2 Minuten vor Abflug das Flugzeug ( US Express - Dash 8 TPROP) erreichten, welches uns zum "La Guardia" bringen sollte! Nach knapp einer Stunde waren wir dann auch schon gelandet. Doch schon kurz nach der Landung ereilte uns der erste kleine Schock, denn unser Gepäck kam nicht mit unserem Flugzeug an und so klärten wir es ab, dass uns US Airways das ganze Zeug gleich zum Hotel bringen würde, nachdem es wieder aufgetaucht war! Am Flughafen nahmen wir dann gleich den AirportExpressBus in Richtung Grand Central! Dort entschlossen wir uns die restlichen 40 Strassen per Fuß zu gehen (denn was sind denn 40 Strassen???????). Na ja nach einer Stunde und durch Regen durchnässt kamen wir endlich im "Bowery" an! Nach dem einchecken bezogen wir, die für uns doch etwas gewöhnungsbedürftigen Zimmer, und schliefen dort auch gleich nach kurzer Zeit tief ein!!